Eine Kooperation der Neue Weltsicht VisionGate.TV GmbH und dem Kongress Meditation und Wissenschaft.

Interdisziplinärer Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung zum Download oder Streaming.

Yuval-Noah-Harari

„Ich meditiere täglich zwei Stunden. Das ist kein spiritueller Luxus mehr, sondern eine politische und ökonomische Notwendigkeit.“

Yuval Noah Harari

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israelischer Professor für Geschichte – „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ / „Homo Deus“ / „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“

Achtsamkeit

Dank der Neurowissenschaften hat sich Achtsamkeit in den letzten Jahren in unserer Alltagswelt etabliert. Schon jeder vierte Deutsche interessiert sich dafür.

Meditation

Medizin, Psychologie und Therapie greifen auf die heilsame Wirkung der Meditation zurück, ebenso das Business im Gesundheitsmanagement und der Führungskräfte-Entwicklung.

BEWUSSTSEIN

Der Mindfulness-Boom rückt die Potentiale von Bewusstseinsentwicklung und der damit verbundenen geistig-seelischen Wachstumsprozesse in die Mitte der Gesellschaft.

Die Referenten von 2018:

Wege zu einem nachhaltigen Team-Spirit

Die Kultivierung von Achtsamkeit geht Hand in Hand mit der Kultivierung von Gewahrsein und emotionaler Intelligenz. Dies ist nicht nur ein persönlicher Prozess, sondern einer, der auch in Teams verankert werden kann und somit ein wichtiger Schritt ist in der Entwicklung einer achtsamen Unternehmenskultur. Dies nur kognitiv zu verstehen, reicht nicht aus. Sondern wir müssen es spüren, wir müssen lernen, selbst achtsamer mit uns umzugehen und miteinander. Wenn wir das aber wirklich gemeinsam üben und verankern, passiert etwas sehr Interessantes. Die Rituale werden ein Teil der Team- und Unternehmenskultur. Somit ist Achtsamkeit nicht nur von der persönlichen Disziplin abhängig, sondern etwas, was im Arbeitskontext verankert wird. Dies ist wichtig, wenn wir wirklich zu einem Kulturwandel beitragen wollen. Anhand von Praxisbeispielen aus mehreren Firmen betrachten wir, wie Achtsamkeit in Teams verankert werden kann, und die messbaren Ergebnisse auf die emotionale Intelligenz von Teams.
 

Wie Change-Prozesse von Achtsamkeit profitieren am Beispiel von RWE

Was sichert den Erfolg von Change in großen Unternehmen und Organisationen? Diese Frage wird immer dringlicher, umso mehr Organisationen mit kontinuierlichem Wandel konfrontiert sind und je schmerzhafter der Misserfolg angestrebter Veränderungen wird.
Dabei lassen sich bestimmte Dimensionen von Führungshandeln und Organisationskultur eindeutig als Erfolgsfaktoren bestimmen.
Grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Handeln der einzelnen Führungskraft ist ein in Achtsamkeit begründeter sicherer Stand in der Welt – die Fähigkeit, sich selbst und das Umfeld gleichzeitig distanziert und mit Empathie wahrzunehmen, zu bewerten, in den gegenseitigen Abhängigkeiten zu verstehen und zu einem sinnstiftenden Ganzen zusammenzufügen. Wie kann unternehmensinterne Führungskräfteentwicklung hierzu einen Beitrag leisten? Am Beispiel einer Intervention für die Top-360-Führungskräfte eines europäischen Energieunternehmens lässt sich illustrieren, wie dies gelingen kann. Gleichzeitig werden die Ergebnisse einer internationalen Studie vorgestellt, die auf Basis von 80 Interviews mit Top-Entscheidern aus allen Branchen und Kontinenten unterstreicht, welche Erfolgsfaktoren Veränderungen heute beeinflussen – und die These untermauert, dass Achtsamkeit mehr sein sollte als die rein persönliche Entscheidung für eine Lebenssicht oder schnelllebige Modeerscheinung im Reigen immer neuer Managementtechniken, sondern fundamentale Kompetenz für die Bewältigung hochkomplexer Herausforderungen in der vernetzten Welt.
 

Wie Meditation und Achtsamkeit Unternehmen und ihre Mitarbeiter verändern

Ob im Gesundheitswesen, in Führungskräfte-Trainings oder der Weiterbildung von Mitarbeitern – Achtsamkeit hält immer mehr Einzug in die Unternehmenskulturen und verändert dabei das „business as usual“.
 
Im Gespräch werden
Valérie Saintot
Andreas Clausen
Michael Knauf
Marie Koch
Dr. med. Roman Rittweger
 
über ihre Erfahrungen mit Achtsamkeit im Arbeitsalltag sprechen.
Welche positiven Veränderungen zeigen sich, wenn Mitarbeiter damit beginnen, sich in einem professionellen, nach außen orientierten Umfeld plötzlich der Innenwelt zuzuwenden? Was wird dadurch möglich, was ist vielleicht Illusion? Ist Meditation eine neue Durchbruchsstrategie fürs Business? Oder gibt es auch No-Go’s?
 
Moderation:
Paul J. Kohtes
 

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum freien Willen

Seit vielen Jahren streiten sich Hirnforscher, Psychologen, Philosophen und Juristen um den freien Willen. Ein Kernthema sind Experimente, die zeigen, dass sich der Ausgang einer freien Entscheidung bereits mehrere Sekunden vorher aus der Hirnaktivität eines Probanden vorhersagen lässt. Das erscheint paradox: Wie kann ein Gehirn vorher wissen, wie jemand sich erst in der Zukunft entscheiden wird, wenn der Ausgang der Entscheidung noch offen zu sein scheint? Ist also der freie Wille eine Illusion und unsere Entscheidungen werden von unbewussten Hirnprozessen bestimmt?
Diese Experimente sind vielfach und kontrovers diskutiert worden. Insbesondere stellt sich die Frage, ob jede Entscheidung unbewusst vorherbestimmt und unabwendbar ist. Dazu ließen wir Probanden in einem „Hirnduell“ gegen einen Computer antreten. Es zeigte sich, dass unbewusste Hirnprozesse die Entscheidung zwar vorbereiten, aber dass diese Vorentscheidung immer noch abgebrochen werden kann. Ist also durch die Hirnforschung die Freiheit unseres Willens wirklich prinzipiell in Frage gestellt? Und sind wir in der Lage, durch Achtsamkeitstechniken unsere Freiheit wiederherzustellen?

 

Selbstformung, Neuro-Enhancement, Ethik

Von Self-Tracking und Running-Apps über Schönheitschirurgie bis zur Optimierung mentaler Eigenschaften mit Medikamenten beim so genannten Neuro-Enhancement (Hirndoping): Selbstoptimierung ist in aller Munde. Menschen versuchen sich mit den unterschiedlichsten Mitteln zu verbessern. Oft stehen dabei technische und pharmakologische Mittel im Vordergrund. Insbesondere das Neuro-Enhancement wird kontrovers diskutiert: die Verbesserung mentaler Eigenschaften durch Medikamente. Die Konzentration verbessern durch Ritalin, die Stimmung aufhellen durch Prozac, das Gedächtnis optimieren durch Demenzmedikamente – so lautet das attraktive Versprechen. Vielen erscheint es so, als ob es sich dabei nur um einen neuen Weg für das alte menschliche Streben nach Selbstverbesserung handelt: Pillen statt Übung, mit dem wichtigen Unterschied, dass der neue Weg so viel einfacher und schneller ist. Doch stimmt das? Oder gibt es gravierende Unterschiede zwischen Neuro-Enhancement und traditionellen Methoden der Übung und des mentalen Trainings? Wie ist Neuro-Enhancement ethisch zu beurteilen? Roland Kipke wird in seinem Beitrag zeigen, inwiefern sich Neuro-Enhancement von traditionellen mentalen Methoden
unterscheidet. Und was für ein Umgang mit dieser Art der Selbstverbesserung empfehlenswert ist.
 

Möglichkeiten und Nutzen physiologischer Messungen während der Praxis

Viele Anbieter von Biofeedback-Geräten versprechen, dass diese die Meditation erleichtern, schneller und effektiver zum Ziel führen sollen. Es sind in erster Linie drei physiologische Maße, die von den angebotenen Geräten erfasst und dem Anwender zurückgemeldet werden: Hautleitfähigkeit, Herzratenvariabilität und elektrische Hirnströme (EEG). Im Vortrag werden diese Maße vorgestellt und es wird erläutert, welche Aussagekraft ihnen tatsächlich zukommt in Bezug auf mögliche Ziele wie Entspannung, Konzentration oder Zustände tiefer Meditation. Im Anschluss werden die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Befunde zur Wirksamkeit von Biofeedback zur Unterstützung des Erlernens von Meditation vorgestellt, einschließlich einer eigenen Studie mit EEG-Biofeedback. Psychologische Faktoren – wie Erwartungshaltung, gesteigerte Motivation, Konzentration auf das Feedback-Signal, reizarme Trainingssituation und die Wendung der Aufmerksamkeit nach innen – können dazu führen, dass ein Training als erfolgreich erlebt wird, auch ohne dass ein Zusammenhang zwischen den physiologischen und subjektiven Veränderungen besteht. Bei überzogenen Erwartungen und einem hohen Leistungsanspruch bei Übungen kann Biofeedback die Meditation beeinträchtigen. Die Werbeversprechungen der Anbieter werden vor diesem Hintergrund kritisch beleuchtet sowie technische Entwicklungen, Trainingsformate und Studien skizziert, die in die Entwicklung effektiver Biofeedback-Trainings münden könnten.
 

Binaurale Beat-Stimulation und Meditation

Binaurale Beats sind pulsierende akustische Wahrnehmungen, erzeugt durch phasensensitive Neurone des Stammhirns, wenn dem linken und rechten Ohr Töne mit leicht unterschiedlichen Frequenzen dargeboten werden. Im Falle von monauralen Beats werden diese Töne extern überlagert und beiden Ohren wird dasselbe amplitudenmodulierte Überlagerungssignal dargeboten. Durch binaurale und monaurale Beats können die dominanten elektrischen Hirnrhythmen beeinflusst werden, z.B. können 10 Hz-Beats einen
Einfluss auf den Alpha-Rhythmus haben (aber auch auf sub-/harmonische Rhythmen). In EEG-Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass unterschiedliche Beats Areal-spezifische Verstärkungen, aber auch Verminderungen der Amplituden der elektrischen Hirnrhythmen hervorrufen. Insbesondere die binaurale Beat-Stimulation wurde häufig als Methode zur Modulation von Bewusstseinszuständen propagiert. Die wissenschaftliche Datenlage hierzu ist allerdings spärlich. Einziger konvergenter neuropsychologischer Befund ist
bisher eine Verminderung der Zustandsangst, die in verschiedenen Studien bei binauraler und auch monauraler Beat-Stimulation beobachtet wurde. Möglicherweise könnte dieser Effekt die Einübung von Meditationszuständen unterstützen. Zu unerwünschten Nebenwirkungen oder zum Abhängigkeitspotential der Beat-Stimulation gibt es bisher keine Daten. Insgesamt ist die wissenschaftliche Basis für eine Anwendung der Beat-Stimulation im Rahmen einer Meditationspraxis aus meiner Sicht daher unzureichend.
 

Wie viel Optimierung verträgt das Loslassen?

Meditation als Weg der Transformation ist in den spirituellen Traditionen verbunden mit einem Loslassen und der Hingabe an das Numinose, das sich der individuellen Verfügbarkeit entzieht. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirkung von Meditation wecken indes auch Begehrlichkeiten. Gibt es Möglichkeiten, die Meditationserfahrung zu erleichtern oder sogar zu intensivieren? Welche Potentiale sind damit verbunden, welche Herausforderungen?

Im Gespräch werden
Dr. Roland Kipke
Dr. Ulrich Ott
Dr. Jürgen Fell

das Spannungsverhältnis betrachten, das entsteht, wenn Meditation zu einer Methode der Selbstentwicklung gemacht wird. Und sie werden der Frage nachgehen, ob technologisches Enhancement vielleicht sogar die Welle kultureller Beschleunigung verstärkt, der wir auf diese Weise zu entfliehen versuchen.

Moderation: Dr. Anna Gamma

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Für eine neue Lebenskunst

Was kann es heißen, ein gutes und bewusstes Leben zu leben? Wir beginnen unsere Erkundungsreise mit einigen Grundannahmen über den Menschen und seine Rolle in der Welt. Dafür betrachten wir ihn als unbestimmtes Tier, das denken und entscheiden kann und dadurch seine Zukunft beeinflusst. Das Leben, das wir zugleich erleiden müssen und gestalten können, zeigt sich uns als ewige Bewegung zwischen Gegensätzen. Mit polarem Denken erfassen wir nicht nur diesen beständigen Wandel, sondern auch unsere eigene
widersprüchliche Lage. Die Gegensätze zwischen Natur und Kultur, Körper und Seele, Notwendigkeit und Freiheit müssen wir alle immer wieder balancieren und fruchtbar machen. In unserer hektischen und leistungsorientierten Gegenwart jedoch wird auch unsere Idee von uns selbst immer einseitiger. Quantität ersetzt Qualität, der Selbstwert ist zum Marktwert geworden. Dabei hat Selbstoptimierung als Arbeit am Äußeren die Lebenskunst als Bezug zu unserem Inneren zunehmend verdrängt. Obwohl wir beidem gerecht werden
müssen, verdanken sich Sinn und Erfüllung vor allem letzterem. Deshalb beschließen wir unsere Erkundungen mit drei existenziellen Problemen, denen sich jeder gegenübersieht, der sich aufmachen möchte, zu werden, der er oder sie ist. Und paradoxerweise führt dieser Weg ins eigene Innere zugleich zu der Erkenntnis, dass der Sinn des Lebens nicht nur darin besteht, es für sich bewusst zu leben, sondern ebenso darin, es mit den Anderen zu teilen.

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Moderation: Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach

Achtsamkeit für ReferendarInnen
Kardiovaskuläre Belastung und Hausaufgabenpersistenz bei angehenden LehrerInnen
Philipp Biswas, Universität Tübingen

Mindfulness im Unternehmen
Einfluss von Führungsstil, Unternehmensgröße und Branche auf die Umsetzung von Achtsamkeitspraktiken
Elisabeth Garschall, MA, IMC FH Krems

Rezeptive Musiktherapie mit depressiven PatientInnen Psychophysiologische Studie zur Erhebung der Herzratenvariabilität und Achtsamkeitserfassung
Anja Schäfer MAS, Barmherzige Brüder Graz,
Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, Doktorandin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Im Einklang mit Selbst und Welt Untersuchung des Verhältnisses von Meditationspraktiken und phänomenologischen Resonanzbeziehungen zur Welt
Bennet Bergmann, Max-Weber-Kolleg Erfurt

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Konkretheit und Weltbezug

Rudolf Steiner legte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Grundelemente anthroposophischen Meditierens, zunächst in starker Anlehnung an die stärker östlich orientierten Traditionen der Theosophischen Gesellschaft. Die Entstehungsbedingungen anthroposophischen Meditierens liegen also in der gleichen Zeit und zum Teil sogar im gleichen Kontext wie der mit dem Weltparlament der Religionen 1893 beginnende Transfer östlichen Meditierens in die USA. In seinem weiteren Wirken hat Steiner sich dann aber
weitgehend von der theosophischen und auch von der östlichen Tradition gelöst. Er entwickelte stattdessen nach und nach eine Meditationspraxis, die an bestimmte Aspekte des Christentums, insbesondere aber an die idealistische Spiritualität der deutschen Philosophie anknüpft. Das hat zur Folge, dass die Welt des Diesseits, das menschliche Denken und sein Ich nicht zugunsten eines Nirwana oder transzendent gedachten Brahman überwunden, sondern selbst spiritualisiert werden. Ziel dieser Meditationspraxis wie der
gesamten Anthroposophie ist die Spiritualisierung des Diesseits.

Trotzdem mit Recht von Meditation gesprochen werden kann, weil dieses Ziel mit einer allmählichen Verwandlung des Bewusstseins einhergeht. Dabei sind einige östliche Meditationspraktiken wie wertfreie Aufmerksamkeit, Loslassen-Können aller Bewusstseinsinhalte oder eine Selbsterkenntnis, die das eigene Ego von dem eigentlichen Ich unterscheiden lernt, ausgesprochen hilfreich. Auf diesem Boden setzt anthroposophisches Meditieren dann aber bei Begriffen, Gedanken, geformten Mantras, aber auch an Sinnes-Wahrnehmungen und Empfindungen an. Hierfür gibt es ein reiches Spektrum an Übungen, aus dem ich für unsere Arbeit eine ausgewählt habe, die den Diesseits-Bezug anthroposophischen Meditierens ganz besonders betont.

Mind-Body-Verfahren in der Gastroenterologie

Als Schnittstelle von Immunsystem, vegetativem Nervensystem und Mikrobiom ist die Gastroenterologie und hier besonders die Enterologie ein Hot Topic in der aktuellen Forschungslandschaft. Für die Wirksamkeit von Meditation und Mind-Body-Verfahren auf Lebensqualität über den Einfluss auf Krankheitsaktivität bis hin zur Gen-Ebene liegt für Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) oder das Reizdarmsyndrom (RDS) erste Evidenz vor. Für beide Krankheitsbilder ist eine multikausale Ätiologie akzeptiert, in der psychosoziale Stressoren eine relevante Rolle spielen können. Der Zusammenhang bildet sich sowohl durch Patientenbefragung als auch prospektive Kohortenstudien auf Prädiktoren für eine Aggravierung der Erkrankungen ab. In therapeutischer Hinsicht liegen für beide Erkrankungen klinische Studien
mit Patientenkollektiven vor, die eine Effektivität von Achtsamkeitsbasierten Verfahren einerseits und meditativen Bewegungsformen anderseits belegen. Darüber hinaus wurden in einer unkontrollierten Pilotstudie der Harvard Medical School die Einflüsse der Teilnahme an einem Achtsamkeitsbasierten Gruppentherapiesetting über neun Wochen bei Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) auf die Genexpression untersucht. Die Ergebnisse legen nahe, dass NF-κB sowohl bei RDS als auch CED ein Zielfokusmolekül darstellt und dass seine Regulierung durch die Achtsamkeitsbasierten Gruppentherapiesettings über neun Wochen dazu beitragen kann, den schädlichen Auswirkungen von subjektiv wahrgenommenem Stress bei beiden Erkrankungen entgegenzuwirken.

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Einblicke in das gesundheitsfördernde Potenzial aus Forschung und Praxis

Widerfährt uns Leid, so reagieren wir meist mit Scham und Selbstanklage, was die Belastung noch verschlimmert. Sich stattdessen in solchen Momenten gütig und weise zu unterstützen, ist Selbstmitgefühl und heilsam. Selbstmitgefühl besteht aus drei Fertigkeiten. Anstatt Belastungen zu ignorieren oder sich darin zu verstricken, nehmen wir die Realität wahr und erkennen sie an. Anstatt uns von anderen zu isolieren, sehen wir, dass Leid und dessen Unvermeidbarkeit uns mit allen Menschen verbindet. Anstatt uns zu beschimpfen, zu bestrafen oder zu vernachlässigen, begegnen wir uns mit Freundlichkeit und erforschen, was wir wirklich brauchen, damit es uns nachhaltig wohlergehen kann inmitten dieser Belastung. Die Forschung zeigt, dass Selbstmitgefühl ein transdiagnostischer Wirkmechanismus ist, der krankheitsaufrechterhaltenden Faktoren
wie Scham, Selbstverurteilung, Grübeln und Vermeidung ausgleichend entgegenwirken kann. Studien zeigen wiederholt, dass Selbstmitgefühl mit psychischem und körperlichem Wohlbefinden, Lebensqualität und Resilienz einhergeht. Obgleich die Idee, sich selbstverantwortlich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, recht einfach erscheinen mag, so geht sie in der Praxis mit vielen Hindernissen einher: „Wenn wir uns bedingungslose Liebe schenken, entdecken wir die Bedingungen, unter denen wir nicht geliebt
wurden.“ (C. Germer). Im Vortrag werden das Konzept, Forschungsbefunde sowie die Anwendung in Trainingsprogrammen und Psychotherapie vorgestellt.

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Empirische Zugänge zum Gebet

Welche Bedeutung hat das Gebet in Bezug auf Krankheit und Gesundheit: Gebet als reaktive Bitte um Gesundheit und Krankheitsabwendung oder als ein „Dasein vor Gott“, ohne etwas zu wollen? Wer in Zeiten der Not betet, hat eine Ressource, auf die er baut, wenn er selber nicht mehr weiter weiß. In empirischen Untersuchungen lassen sich jedoch keine wesentlichen Zusammenhänge zwischen Gebetsnutzung und der Ausprägung psychischer Belastung herstellen. Ist das Gebet also – außer als Strategie zur inneren Entlastung – nutzlos? Oder offenbart es einen Sinngehalt jenseits der Empirie? Man kann vier Gebets-Typen differenzieren: Gespräch mit Gott, Bitte um Erfüllung von Bedürfnissen, rituelles Gebet, meditatives Gebet. Insbesondere das meditative Gebet ist ein wichtiger Prädiktor religiöser Zufriedenheit. Im Gebet verbindet man sich mit dem Heiligen und mit der Schöpfung. Wem das Beten also eine „Herzensangelegenheit“ ist, der wird sein Leben anders wahrnehmen und achtsamer mit seinem Leben, seiner Gesundheit und seinen Möglichkeiten umgehen, er wird es mehr wertschätzen können. In empirischen Studien lässt sich ein Zusammenhang zwischen Gebet und Ehrfurcht/Dankbarkeit herstellen – aber zufriedener als andere sind die Betenden nicht, sie schauen jedoch „bewusster“ hin. Die stille Meditation könnte man als ein schweigendes Gebet interpretieren, als eine Öffnung für das Unnennbare – jenseits von Worten, Vorstellungen und Gefühlen. Die Wurzel des Gebets ist die Stille: die Erfahrung des Heiligen, in dem wir ruhen.

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Was könnten wir aus einem bewussteren Umgang mit dem Tod lernen?

Als Menschen neigen wir dazu, Dinge einzuteilen, um uns die Welt erklärbarer zu machen. Manchmal führt dies zu einem tendenziell polarisierenden Verhalten, in dem es nur eine Seite zu geben scheint: gesund oder krank, heilsam oder unheilsam, lebendig oder tot. Abschied, Sterben, Krankheit und Veränderung jedoch stellen essentielle Bestandteile unseres Lebens dar. Leben bedeutet: Wandel, Veränderung. Sterben bedeutet: Wandel, Veränderung. Unser Ich ist eine aus verschiedensten Umständen zusammengesetzte Struktur, die wir mit oft sehr mühevoll erworbenen Attributen bedecken, weil wir glauben, unserer Existenz Nachdruck verleihen zu müssen. Wir halten an diesem Ich fest, als ginge es bereits jetzt um unser Leben. Wir denken: Ich war ich, ich werde auch morgen ich sein und übermorgen. Eine der Krisen im Anblick einer lebens-
bedrohlichen Erkrankung tritt oft in dem Moment ein, in dem sich, quasi über Nacht, eine andere Form des „Ich“ herausschält, dem wir immer weniger von den uns bislang gut vertrauten Eigenheiten und Errungenschaften zuschreiben können. Mitten im Leben geschieht viel Sterben. Mitten im Sterben kann viel Leben enthalten sein.
Dennoch ist Abschiednehmen schmerzhaft und Sterben fast immer „zu früh“. Zwischen diesen Polen zu leben und diese Zeit für uns und andere heilsam und kreativ zu gestalten, ist etwas, das wir aus einem bewussteren Umgang mit unserer Endlichkeit lernen könnten. Hierfür ist es niemals „zu früh“ und selten „zu spät“.

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Wie Achtsamkeit das Verständnis von Gesundheit und Heilung verändert

Kann Achtsamkeit die Basis legen für einen neuen Umgang mit Krankheit? Wie kann Selbstfürsorge zu einem inneren Entwicklungsmotiv werden? Welche Herausforderungen gehen damit in klassischen Behandlungs-Settings einher?

Im Gespräch werden
Prof. Dr. med. Jost Langhorst
Dr. Christine Brähler
Prof. Dr. med. Arndt Büssing
Dr. Friederike Boissevain

eruieren, wie Meditation bei der Behandlung von Erkrankungen helfen kann und die Akzeptanz von nicht überwindbarem Leiden verbessert. Im Fokus steht dabei auch die Behutsamkeit, derer es bedarf, um Achtsamkeit nicht zum Allheilmittel zu stilisieren und dadurch Heilungsstress zu erzeugen, denn auch der Schmerz hat seine eigene Würde.

Moderation: Prof. Dr. med. Tobias Esch

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Lebenssinn im Spiegel alltagsweltlicher und spiritueller Erfahrungen

Wer einen Weg der Achtsamkeit geht, kommt mit der wertvollen Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Anstatt – wie so verbreitet – in der Vielfalt von Verpflichtungen und Ablenkungen aufzugehen, lassen sich Meditierende auf ein Innehalten ein. Sie lernen den externalen Reizentzug zu ertragen, bei sich zu sein, in der Stille. Bei der Beobachtung dessen, was in diesen Phasen geschieht, kommt es zu vielen wichtigen Erkenntnissen. Doch ist dies bereits „sinnstiftend“? Verschiedene Autoren, unter ihnen auch der einflussreiche Zen-Buddhist D. T. Suzuki, gehen davon aus, dass sich Meditation und Achtsamkeit mit beinahe allen Ideologien und moralischen Systemen vereinbaren lassen. Erleuchtung allein reiche nicht aus, um ein verantwortliches Leben zu führen; dafür bedürfe es zusätzlicher Reflexion. Bezüglich der Frage nach dem Lebenssinn impliziert eine solche Reflexion eine Metaperspektive: Was bedeutet mein Handeln im Hinblick auf die Folgen, mein Sein im Hinblick auf das größere Ganze? Antworten entstehen nicht „automatisch“ aus der Beschäftigung mit sich selbst, mit Bewusstseins- und Wahrnehmungsprozessen. Darüber hinaus gilt es, inhaltliche Entscheidungen zu treffen – und diese in die Tat umzusetzen. Dabei hat sich empirisch gezeigt, dass auf das Selbst gerichtete Überzeugungen und entsprechende Handlungen nur geringe sinnstiftende Kraft haben. Vielmehr entsteht Sinn vor allem dann, wenn das Handeln das Selbst transzendiert – sei es vertikal (z.B. Spiritualität) oder horizontal (z.B. Generativität).

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Warum wir eine Kultur des Geistes brauchen

Der größte medizinische Fortschritt aller Zeiten, der zur drastischen Reduktion von Todesfällen beigetragen hat, ist die Entdeckung der Hygiene: sauberes Wasser, Trennung von Wasser und Abwasser und vernünftige Körperhygiene. Sie hat seit dem 19. Jahrhundert dazu geführt, dass die großen Seuchen eingedämmt wurden und die Kinder- und Muttersterblichkeit drastisch zurückging. Wir brauchen eine ähnliche Revolution heute, um die grassierenden geistigen Epidemien in den Griff zu bekommen: Gefühle der Sinnlosigkeit und des Ausgebranntseins, Verlust der eigenen Mitte, grassierende Gier und Sucht nach Abwechslung und wie die Leiden und Laster unserer Zeit alle heißen mögen. Eine solche Kultur des Geistes wäre heute der nötige kulturelle Entwicklungsschritt Nummer eins. Wir können die Welt nur ändern, indem wir unser Bewusstsein ändern, denn das
ist das Einzige im Universum, über das wir Macht haben. Anders als häufig karikiert, ist eine solche Kultur des Geistes keine private Einkehr in eine apolitische Innerlichkeit, auch wenn es zunächst und von außen so aussieht. Wer konsequent den Weg nach innen beschreitet, regelmäßig übt, z.B. täglich 20 bis 30 Minuten, und
sich nicht durch die ersten Durststrecken und Widerwärtigkeiten abbringen lässt, wird merken: Eine solche Praxis hat Auswirkungen. Zunächst auf einen selbst, indem sich das Dasein in der Welt verändert, die Gestaltung von Beziehungen und die Wahl der praktischen Schritte. Aber damit verändert sie auch indirekt die Welt selbst.

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Über Weisheit und Wissenschaft, säkulare Ethik und Fiktion

Zunächst werde ich – auf Bitten der Organisatoren des Kongresses – versuchen, Verbindungen und gemeinsame Tendenzen in den Vorträgen der beiden Tage ausfindig zu machen. Ob eine solche Zusammenschau angesichts der Vielfalt und Fülle gelingt – eine Prüfung der Achtsamkeit! Anschließend will ich auf einige Paradoxien aufmerksam machen, die gegenwärtig mit dem Thema Achtsamkeit verbunden sind. Beispielsweise sind die unterschiedlichen Wirkungen von Übungen, die auf Achtsamkeitstechniken beruhen, beeindruckend, vielfältig und inzwischen durch tausende von klinischen Untersuchungen bestätigt und in Veröffentlichungen dokumentiert worden. Ein „flächendeckender“ Einsatz von Achtsamkeitstechniken etwa in Schule, Beruf und Unternehmen ist demnach durchaus sinnvoll und in den nächsten Jahren zu erwarten. Beispielsweise könnte ein „Grundkurs Achtsamkeitstraining“ in Schulen durchaus dazu beitragen, nachhaltig einige grundlegenden, mit Achtsamkeit verbundenen kulturellen Fähigkeiten in der Bevölkerung zu verankern. Vergessen wird dabei jedoch zunehmend, dass sich der Achtsamkeitsboom im wesentlichen einer Vielzahl von über 2500 Jahre alten, fernöstlichen Traditionen verdankt, die in den letzten 30 Jahren zunächst „entkernt“ und dann modifiziert wurden, um in die medizinischen, aber auch weltanschaulichen Systeme des Westens
eingepasst und in von Ökonomie und Digitalisierung geprägten Alltagswelten verwendet zu werden. Dabei geriet zum einen der Unterschied zwischen Achtsamkeit und Meditation in Vergessenheit. Zum anderen führte die neurowissenschaftliche Fixierung zu einer weitgehenden Verdrängung der ursprünglich mit der Übung verbundenen ethischen und sozialen Aspekte. Eines von vielen Paradoxen ist daher der Einsatz von Achtsamkeitsbasierten Techniken in Unternehmen, Konzernen, Industrie und Militär. Achtsamkeit ist in Gefahr,
als Mittel zum Zweck rein strategischen und ökonomischen Zielen zu dienen. Die Zunahme von Internetbasierten Anwendungen und Apps unterstützt dabei eine Konsumhaltung, die „Achtsamkeit light“ und „McMindfulness“ favorisiert. Die Frage ist, ob professionelle Anbieter von Achtsamkeit nicht zunehmend in Widerspruch geraten müssen zu einem flächendeckenden Neuro-Liberalismus, der die Ziele des Neo-Liberalismus mit dem Aushängeschild neurowissenschaftlicher Zertifizierung weiterführt. Weitere Paradoxe betreffen u.a. die Rolle der 1.-Person Perspektive, aber auch den Umgang mit fiktiven Realitäten und die Entfaltung von Weisheit als Fähigkeit, nachhaltig mit komplexen Problemen umzugehen. Ist die Zeit gekommen, dem Vorschlag des Dalai Lama zu folgen und Achtsamkeit als säkulare Meditation mit einer säkularen Ethik zu verbinden?

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Die Referenten von 2016:

Dr. med. Edda Gottschaldt, Oberberg Stiftung
Dr. Ulrich Freiesleben, Identity Foundation
Dr. Cai Werntgen, Udo Keller Stiftung Forum Humanum

Begrüßung durch das wissenschaftliche Kuratorium

Einführung in das Tagungsthema

Prof. Dr. med. Tobias Esch

+Musikalisches Intermezzo
Klaus Heitz

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Diplom-Psychologin, Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)- und Yoga-Lehrerin, Technische Universität München

Meditation – Work-out für das Gehirn? (Vortrag)
Übersichtsarbeiten zur neurowissenschaftlichen Achtsamkeitsforschung fassen zusammen, dass im Zusammenhang mit Achtsamkeitspraxis funktionelle und strukturelle Veränderungen in Hirnregionen berichtet wurden, denen eine wesentliche Rolle für die Regulation von Aufmerksamkeit, Emotionen und Selbstgewahrsein zugeschrieben wird. Der Vortrag stellt Arbeiten der letzten Jahre vor und nimmt kritisch Stellung zu dem Wunsch, daraus eine direkte Wirksamkeit von Meditation für die Arbeitswelt ableiten zu können.

Vor dem eigtl. Vortrag dokumentiert das Video die Einführung in das Tagungsthema von Prof. Dr. med. Tobias Esch

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Prof. Dr. Thilo Hinterberger
Forschungsbereich Angewandte Bewusstseinswissenschaften, Abteilung für Psychosomatische Medizin, Universitätsklinikum Regensburg

Meditation und Aufmerksamkeit (Vortrag)
Meditierende kennen die Erfahrung des Gewinns durch bewussten Verzicht auf spezifische mentale Funktionen. Die Aufmerksamkeitsnetzwerke sind ein Teil davon. Welche dieser Funktionen aktiviert werden und welche ausbleiben, hängt von der meditativen Ausrichtung ab. Studien zu neuronalen Korrelaten unterschiedlicher meditativer Übungen stützen diese These und werden im Vortrag diskutiert.

Dieses Video zeigt einen 2-Kamera Live-Mitschnitt der o.a. Präsentation

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Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner unterrichtet Philosophie an der John Cabot University in Rom, ist Begründer und Direktor des Beyond Humanism Network und Fellow am Institute for Ethics and Emerging Technologies, Connecticut

Besteht eine kategoriale Unterscheidung zwischen traditionellen und innovativen pharmakologisch unterstützten Meditationstechniken? Stellt die Förderung der menschlichen Leistungsfähigkeit ein Problem für die menschliche Entwicklung dar oder unterstützt sie parallel eine erfüllende Form der Entschleunigung?

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Podiums-Diskussion:
Achtsamkeit scheint auf dem Weg, zu einer Art „Geheimwaffe“ im Business zu werden. Immer mehr Unternehmen setzen auf Meditation zur Förderung von Resilienz, Kreativität oder Leadership. Und immer mehr Studien scheinen nahezulegen, dass dies „funktioniert“. Doch wie gestaltet sich in der Arbeitswelt die Einbindung von Achtsamkeitsmethoden ganz konkret? Wie verträgt sich die Freiheitsdimension der Meditation mit der Effizienz- und Zielorientierung des Geschäftslebens? Welche Potenziale, Herausforderungen oder auch Risiken gibt es? Im Gespräch werden die Panel-Teilnehmer erkunden, was Meditation im Spannungsfeld zwischen arbeitsweltlichem Pragmatismus und menschlicher Reifung bewirken kann – und was es braucht, damit Achtsamkeit nicht nur eine formale Übung bleibt, sondern sich auch als tragende Kultur im Unternehmen entwickeln kann.

Es diskutieren unter der Leitung von Paul J. Kohtes:

Mounira Latrache, Search Inside Yourself Programm, Google
Peter Bostelmann, Director, SAP Global Mindfulness Practice
Peter Terium, CEO innogy S.E.
Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung dm-drogerie markt

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Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, Prof. em. für Medizin an der University of Massachusetts Medical School, Begründer des Center for Mindfulness in Medicine, Health Care and Society
im Videogespräch mit Dr. Britta Hölzel und Prof. Dr.med. Tobias Esch

Mindfulness and the Specter of „McMindfulness“ (Talk)
The origins of mindfulness are the dharma. So by definition mindfulness-based programs have to be grounded in dharma in a most universal but at the same time, utterly authentic and embodied fashion by the instructor. In Asian languages, the words for „heart“ and „mind“ are usually the same, as opposed to the German „Achtsamkeit“. If we are not hearing „heartfulness“ when we are hearing of speaking „mindfulness“, we are mis-understanding its essence. So the most important point will be that those to teach mindfulness, whether in medical or corporate or other settings, need to teach out of their own deep personal practice of mindfulness, developed over many years with the best teachers they can find. It is not a matter of turning mindfulness into a concept, or an attentional exercise devoid of embodied self-awareness (emotional, cognitive, and physical), other-awareness, and world-awareness. Mindfulness is about relationally at any and every level, no different from what might be called a field of embodied wakefulness or „pure awareness“.

(Das Gespräch findet in engl. Sprache ohne Übersetzung statt.)

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Meditation des raumlosen Raums

Dr. Anna Gamma

Im letzten Jahrhundert begann ein erstaunlicher Dialog zwischen Naturwissenschaftlern, zunächst waren es Nuklearphysiker und Mystikerinnen und Mystiker. Ihre wissenschaftliche bzw. intuitive Erkenntnis über die Materie und das Leben, über das Universum und den Menschen schienen sich anzunähern und gegenseitig zu befruchten. Heute suchen Neurologen aller Couleur das Gespräch mit Menschen mit langjähriger Meditationserfahrung. Nur dann werden die Begeg- nungen sinnstiftend, wenn sie in der Kraft der Stille verankert sind und auf Augenhöhe stattfinden. Dann stellen sich Seelenbegegnungen ganz natürlich ein, die für alle beglückend sind. In der Meditation werden wir auf diese Kultur der Begegnung eingestimmt.

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Sechs Nachwuchswissenschaftler geben Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte zu Meditation und Achtsamkeit

  • Mindful Eating – Achtsamkeit in der Behandlung von Ess- und Gewichtsstörungen
    M.Sc. Diana Peitz, Universität Potsdam, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Psychologie

  • Auf der großen Welle surfen – Achtsamkeit im Sport

    Dr. Dipl.-Psych. Marie Ottilie Frenkel, Universität Heidelberg, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Arbeitsbereich Sportpsychologie

  • Unter der Spitze des Eisbergs: Bewusste und unbewusste Emotionsregulation durch Achtsamkeit
    Dr. Dipl.-Psych. Carina Remmers, Universität Hildesheim, Klinische Psychologie; VU University Amsterdam, Emotion Regulation Lab

  • Achtsamkeit und Führung – sinnvolle Verschmelzung?

    Dipl.-Psych. Carmen Aguilera, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Psychologie in den Bildungswissenschaften

  • Achtsamkeit in der Pädagogik – Einblicke in ein Schulprogramm in Wien

    Mag. Dominik Weghaupt, Universität Wien

  • Durch Meditieren den Planeten retten? Bildung zu nachhaltigem Konsum durch Achtsamkeitstraining
    Dr. Sonja Geiger, TU Berlin, Arbeitslehre / Ökonomie und nachhaltiger Konsum

    Moderation: Prof. Dr. Tobias Esch

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Mindfulness, ethics and therapy
What do they have to do with each other?

Dr. Paul Grossman

Within the last three decades, western psychology, psychotherapy, and medicine have become increasingly enamored by the phenome- non of „mindfulness“ as a form of unbiased, judgment-free awareness of perceptible experience. Derived from earliest forms of Buddhist psychology, mindfulness is, however, also integral to a particular
set of ethical values and may be seen as a practice and process that tangibly embodies the Buddhist ethical stance. Buddhist psychology, similar to psychodynamic and other psychotherapeutic approaches, aims at the understanding of human experience and alleviation of suffering. We believe that the intentional practice of mindfulness (as defined above) provides a new (very old) dimension to psychology, psychotherapy, medicine and, in fact, all healthcare professions,
by implicit cultivation of a consistent set of ethical attitudes that include kindness, patience, tolerance, generosity, compassion and courage. Without this stance of „kind mind“, analysis, avoidance or rumination may repeatedly interfere with sustained awareness of the full spectrum of momentary experience. The „kind mind“ also allows eudemonic mental and physical states to be experienced, even in the face of unpleasant circumstances. A relational process unfolds that reinforces, in both body and mind, a synergy between awareness and ethical intentions, literally representing an embodied ethical presence. We discuss the implications of this understanding of mind- fulness for psychotherapy and beyond.

Der Vortrag findet in englischer Sprache ohne Übersetzung statt.

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Ergebnisse aus Studien zu Achtsamkeit und Rumination im Depressionskontext

Prof. (apl.) Dr. Christine Kühner

Ruminatives Grübeln gilt als bedeutsamer kognitiver Risikofaktor für die Entstehung und den Verlauf depressiver Störungen. Unsere eigeen experimentellen Arbeiten zeigen, dass ein induzierter ruminativer Selbstfokus negative Verstimmung verlängert und dysfunktionale Kognitionen verstärkt, während ein achtsamer Selbstfokus gegenläufige Effekte hat. Rumination wird seit jüngerer Zeit zunehmend auch im neurowissenschaftlichen Kontext untersucht. Als ein zugrundeliegender neuronaler Mechanismus wird hier die bei Depressiven beobachtete veränderte Aktivität und Konnektivität des Default Mode Netzwerks (DMN) betrachtet bzw. dessen relative Dominanz über das sogenannte Task Positive Netzwerk, das unter externalen Aufgabenstellungen aktiv ist. Selbstregulierte Aufmerksamkeit wird als eine zentrale Komponente des Achtsamkeitskonstrukts betrachtet, dabei werden die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung und zum Wechsel der Aufmerksamkeit sowie die Hemmung sekundärer elaborativer Prozesse wie Rumination als wesentlich erachtet. Neuere Arbeiten zu kognitiven und eurowissenschaftlichen Aspekten legen nahe, dass über das Training achtsamkeitsbasierter Aufmerksamkeitsprozesse depressive Ruminationstendenzen reduziert werden können und damit protektive kognitive Prozesse aktivierbar sind, die die Resilienz gegenüber Rückfällen in depressive Episoden erhöhen. Derzeit untersuchen wir im Rahmen einer experimentellen Interventionsstudie an remittiert depressiven Patienten mit rezidivierender Depression kurzfristige Effekte eines über vier Wochen durchgeführten gezielten achtsamkeitsbasierten Aufmerksamkeitstrainings gegenüber einer aktiven Kontrollbedingung auf die Veränderung funktioneller Konnektivität des Default Mode Netzwerks, auf ruminatives Grübeln, emotionales Befinden und Ausschüttung des Stresshormons Cortisol im Alltag sowie auf den Verlauf habitueller Achtsamkeit und depressiver Symptomatik. Der Vortrag gibt einen überblick über unsere aktuellen Arbeiten zum Thema.

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Themenschwerpunkt Meditation und Menschsein – Wege der Selbstentwicklung

Stephan Grünewald,
Psychologe und Gründer des rheingold Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen, Köln

Rasender Stillstand
Die schöpferische Kraft der Muße und des Träumenst

In Krisenzeiten ist die Flucht in die besinnungslose Überbetriebsamkeit ein probates Mittel, um Ängste zu bannen. Schlafstörungen, depressive Verstimmungen oder ein Burnout sind Symptome dieses Erschöpfungs-Modus. Der schöpferische Modus braucht Dehnungsfugen im Alltag, eine Rhythmik von Innehalten und Betriebsamkeit. Das Träumen und damit Zustände besinnungsvoller Unbetriebsamkeit sind die Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Innovation und Kreativität.

Auf den Abschlussvortrag folgen die Geleitworte von Prof. Dr. Tobias Esch

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Die Referenten von 2014:

Wie subjektive Zeit entsteht und wie sie sich verändern lässt

Die Veränderlichkeit der Zeiterfahrung hängt vom Selbst- und Körpererleben ab. Das durch Achtsamkeit gestärkte Gegenwarts erleben ist mit einem subjektiv verlangsamten Zeitverlauf verbunden, die Zukunftsorientierung ist mit Beschleunigung assoziiert. Eine durch Achtsamkeit gestärkte Präsenzerfahrung führt zu einem gelasseneren und selbstbestimmten Umgang mit der Dynamik des Zeitverlaufs.

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Wie subjektive Zeit entsteht und wie sie sich verändern lässt

Gibt es eine Möglichkeit für den Menschen, an der Ewigkeit Gottes zu partizipieren? Verschiedene Ewigkeitskonzepte werden auf drei innere Zeitstrukturen des Menschen (mythisch-zyklische, rational-lineare, mystisch-holistische) hin befragt und die Bedeutung des mystisch-holistischen Zeitbewusstseins als Ort der Ewigkeitserfahrung in der Meditation für die hektische Gegenwart herausgestellt.

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Warum macht mehr Einkommen nicht glücklicher?

 Das durchschnittliche Glücksempfinden bzw. die Zufriedenheit der Menschen in entwickelten Ländern nimmt schon lange nicht mehr zu, obwohl die durchschnittlichen Einkommen sich mit dem Wirtschaftswachstum stets weiter erhöhen. Der Grund liegt in den so genannten Tretmühleneffekten. Man hat die Illusion, durch mehr Einkommen und mehr Konsum glücklicher zu werden, tritt aber in Wirklichkeit glücksmäßig auf der Stelle.

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 Das meditative Jetzt

Moderne Gesellschaften sind durch eine Beschleunigungsdynamik charakterisiert, die als Zeitverdichtung empfunden werden kann. Zeitverdichtung ereignet sich auch in durch Meditation induzierten Versenkungen. Es entsteht ein Raum des Jetzt. Gibt es darin Bewusstheit, die durch Imagination gekennzeichnet wäre, oder ist dieses Jetzt ein Gefängnis der Präsenz? Was geschieht mit der Ich-Identität – ozeanisches Verschwinden oder überbewusste Freiheit?

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Die therapeutische Wirkung meditativer Zeiterfahrun

In jeder Bewusstseinsstruktur und in jedem Lebensalter ist die Wahrnehmung von Zeit unterschiedlich ausgebildet, werden Lebensrhythmen unterschiedlich erfahren. Zur Fülle des Lebens und mit ihr zum Lebensglück gehört, dass wir in uns Zugang finden zu diesen verschiedenen Zeiterleben. Der Workshop vermittelt, wie Meditation das bewusste Wahrnehmen dieser Zeitdimension unterstützt.

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Anregungen zu einer neuen Kultur im Busines

 Meditation als Impuls für das Stressmanagement, die Burn-out-Prophylaxe und die Potentialentfaltung der Mitarbeiter steht derzeit in der deutschen Wirtschaft hoch im Kurs. Der Workshop zeigt die aktuelle Entwicklung auf, berichtet über Anwendungsbeispiele für Personalentwickler, Berater und Coaches und wird im Austausch mit den Teilnehmern das weite Spektrum von Achtsamkeit in Unternehmen entwickeln.

Referent:
Paul J. Kohtes, Zen-Lehrer, Führungskräfte-Berater und Gründer der Identity Foundation – Gemeinnützige Stiftung für Philosophie, Düsseldorf

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Einführung in achtsame Dialoge

In unserer gestressten Arbeitskultur besteht die Gefahr, dass wir in unserer Wahrnehmung und unseren Gesprächen eindimensional werden. In diesem Workshop werden wir mit einer kurzen Einführung in Spiegelneuronen und das Soziale Gehirn starten und dann achtsame Dialoge üben. Einfach mit dem ganzen Körper sowie Herz und Geist zuhören – die Wirkung ist erstaunlich.

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Eine umfassende Meta-Analyse aller verfügbaren Studie

Die Auswirkungen von Meditation wurden mittlerweile in zahlreichen Studien untersucht, allerdings weitgehend ohne theoretische Fundierung. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über mögliche theoretische Grund lagen zur Wirkung von Meditation und fasst dann die Ergebnisse aus allen verfügbaren Studien zusammen, die sich auf psychologische Auswirkungen bei gesunden (nicht in Therapie befindlichen) Meditierenden beziehen.

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Untersuchungen im Umfeld der betrieblichen Gesundheitsförderung: Wissenschaftliche Evaluation eines Glückstraining

In einem Unternehmen (Dienstleistungssektor) kam ein siebenwöchiges Online-Training zum Einsatz, das von Dr. Eckart von Hirschhausen entwickelt wurde. 150 Mitarbeiter nahmen teil, sie wurden zufällig auf Interventions- und Kontrollgruppen verteilt. Vorher, nachher und nach weiteren vier Wochen wurden Fragebögen ausgefüllt, die Aufmerksamkeit getestet oder Speichelproben zur Bestimmung von Stresshormonen genommen. Der Vortrag stellt das Training, den Aufbau der Studie und die Ergebnisse vor.

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Zusammenfassung der Ergebnisse aus systematischen Studie

Inkl. Q&A – Fragen an die Referenten des Vormittags

Wir sind gestresst, weil wir keine Zeit haben. Und zum Herumsitzen und nichts tun haben wir erst recht keine Zeit! Aber eigentlich haben wir keine Zeit, weil wir immer gestresst sind. 15 Unternehmen, darunter einige Konzerne, haben an einer Studie der Kalapa Academy in Kooperation mit dem GRP Institut an der LMU und der Hochschule Coburg teilgenommen, um zu verstehen, welche Effekte ein Achtsamkeitstraining im Unternehmensalltag bewirken kann. Die Ergebnisse: mehr Resilienz, Freude, kooperative Zusammenarbeit, ein besserer Fokus und vor allem eine Abnahme von Hektik und gefühltem Stress.

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Zusammenfassung der Ergebnisse aus systematischen Studie

Dargestellt werden die Ergebnisse aus systematischen Übersichtsarbeiten zur Relevanz des Yoga in drei Bereichen: (1) Physis, (2) Physiologie, (3) Psyche. Es zeigen sich zumeist positive Effekte hinsichtlich milder Depression, Stress und Schmerz sowie körperlicher Fitness und kardiovaskulärer Ausdauer. Trotz verschiedener methodischer Schwächen der Studien ist eine präventive und supportive Breitenwirkung des Yoga plausibel. Essentiell ist jedoch die aktive Teilnahme der Übenden mit entsprechender Änderung des Verhaltens.

Referent:
Dr. Holger Cramer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Kliniken Essen Mitte, Medizinische Fakultät, Universität Duisburg-Essen

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Die Rolle des Körpers im Rahmen von achtsamkeitsbasierten Verfahren

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, warum achtsamkeitsbasierte Therapieverfahren einen starken Körperbezug haben. Es wird dabei argumentiert, dass eine Embodiment-Perspektive, die die Interaktion zwischen körperlichen und emotionalen Prozessen berücksichtigt, zu einem verbesserten Verständnis von Depressionen und der Wirkungsweise von achtsamkeitsbasierter Therapie beitragen kann.

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Einsatzmöglichkeiten in der Therapie und wissenschaftliche Erkenntnisse

Qigong ist ein Übungssystem aus China, das durch Formen der Meditation in Bewegung und in Stille zur Kultivierung der Lebenskraft Qi beiträgt. Die Übungen fördern die Selbstwahrnehmung sowie die körperliche und geistige Harmonie, weshalb Qigong sich als Begleittherapie u.a. bei der Behandlung von Suchterkrankungen, Krebs, Depressionen oder Migräne eignet. Der Vortrag stellt Übungsformen vor und beleuchtet kritisch die wissenschaftliche Methodik, mit der die gesundheitlichen Wirkungen von Qigong nachgewiesen werden.

Referentin:
Dr. med. Sandra Willeboordse, Dozentin der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Münster

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Alle Questions & Answers Sitzungen von den 2 Tagen.

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Perspektiven und Praxis einer neuen Bewusstseinskultur (2012)

Themenschwerpunkte: Bildungswesen; „Meditation in der Arbeitswelt“; „Chancen und Nebenwirkungen von Meditation“

Die Referenten von 2012:

Neurobiologische Validierung einer Volksweisheit“

 Der wahre Grund für die krankmachende Hektik unserer gegenwärtigen Kultur ist nicht der ständig beklagte Zeitmangel, sondern unsere Unfähigkeit herauszufinden, was für uns wirklich wichtig ist. Aus neurobiologischer Perspektive wird der Frage nachgegangen, weshalb es für die Entfaltung der in unserem Gehirn angelegten Potenziale notwendig ist, zu erkennen und uns bewusst zu machen, was tatsächlich für die Gestaltung des eigenen Lebens bedeutsam ist, und das eigene Handeln an dieser Erkenntnis auszurichten.

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Neuroscientific studies of meditation

Meditation produces changes in brain function that promote well-being, foster certain forms of positive affect and virtuous dispositions and impact on physical health and illness. Through research with both long-term practitioners and novices studied longitudinally, this talk will illustrate some of key findings and challenges in the nascent field of contemplative neuroscience.

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Befreiende Erkenntnis und engagiertes Mitgefühl

 Meditation wird heute zunehmend als hilfreich anerkannt und auch praktiziert. Dies wirkt sich erfreulicherweise für viele Menschen körperlich und psychisch positiv aus. Dabei wird zuweilen vergessen, dass es in den Traditionen, aus denen die Meditationsmethoden stammen, noch um andere Aspekte als jene der Gesundheit und des Wohlbefindens geht. Hier soll in einer praxisorientierten Weise aufgezeigt werden, welches die Ausrichtungen und Ziele eines authentischen spirituellen Weges sein könnten.

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Befreiende Erkenntnis und engagiertes Mitgefühl

Moderation: Gert Scobel

Teilnehmer:
Joachim Faulstich, Prof. Dr. med. Götz Mundle, Dr. Anna Gamma, Dr. Michael Utsch, Prof. Dipl.-Ing. Martin Meusburger

Inhalt:
– Welchen Beitrag Meditation zu einem ganzheitlichen Selbst- und Weltverständnis leisten kann
– Pragmatische Vermittlungskonzepte für Meditation in Berufswelt und Alltag
– Perspektiven für eine Neubewertung von Gesundheit und Wohlbefinden
– Kritische Aspekte bei der Vermittlung von Meditation und der alltäglichen Praxis

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Vorstellung des Konzepts AISCHU® – „Achtsamkeit in der Schule““

 Das Konzept AISCHU® – „Achtsamkeit in der Schule“ setzt die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die positive Wirkung von Achtsamkeitsübungen hinsichtlich der Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und emotionalen Selbstregulation praktisch um: Achtsamkeitsphasen mit Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion werden kontinuierlich in den täglichen Schulunterricht integriert.

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Vorstellung einer Studie zur Implementierung eines 8-wöchigen Stressmanagement-Curriculums im Lehrplan

 Stress macht auch vor den Toren der Hochschulen nicht halt: Bologna-Reform und Prüfungsmarathons stellen neben den besonderen Lebensumständen typische Stressoren unter Studierenden dar. In Coburg haben wir umfassende Daten zur Ausgangssituation gewonnen und einen Stressmanagement-Kurs auf Basis der Mind-Body-Medizin (MBMSR) etabliert. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme wurde in einem randomisiert-kontrollierten Setting mit externem Monitoring evaluiert.

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 Glück fällt weder auf Kommando vom Himmel, noch entstehen willentlich Glücksgefühle. Wenn wir uns auf die Suche nach dem Glück machen, dann suchen wir wie unsere Vorfahren nach den guten Gründen zum Glücklichsein, und wenn es uns gelingt, dann dürfen wir als Belohnung der Natur glücklich sein. Wir müssen deshalb lernen, die guten Gründe von den scheinbar guten Gründen zu unterscheiden.

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Achtsamkeit für PädagogInnen – Beispiele aus der pädagogischen Aus- und Weiterbildung

Wenn Lehrerinnen und Lehrer Achtsamkeitsmeditation praktizieren, hat das Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Selbstfürsorge sowie auf den Unterricht und ihr Verhältnis zu den Kindern. Der Vortrag skizziert empirische Daten dazu und bringt Praxisbeispiele für achtsamkeitsbasierte Inhalte der pädagogischen Aus- und Weiterbildung.

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Passt die Achtsamkeit in die Arbeitswelt?

 Die Achtsamkeitsmeditation hat sich bei der Stressbewältigung und in der Medizin als sehr erfolgreich erwiesen und sich damit auch für die Anwendung in beruflichen Kontexten empfohlen. Neben der Stressreduktion zeigen sich zahlreiche weitere Anwendungsfelder, beispielsweise indem der Ansatz als metakognitive Technik zur Fehlerreduktion eingesetzt wird. Doch wie passt diese Funktionalisierung zur spirituellen Herkunft des ursprünglichen Konzeptes von Achtsamkeitsmeditation? Wie verhält es sich mit dem Widerspruch von Zielorientierung und Absichtslosigkeit?

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Perspektiven von Meditation im Führungsalltag

Die heutigen Erwartungen an Führungskräfte und die täglichen Herausforderungen, mit denen Manager konfrontiert werden, sind immens. Eine regelmäßige Praxis der Achtsamkeit hat einen förderlichen Einfluss auf die geistige Fitness, die persönliche Effizienz und die Gesundheit und begünstigt zugleich die Entwicklung essenzieller Führungsqualitäten. Der Vortrag stellt Bezüge her zwischen Konzepten der Achtsamkeit und dem Führungsverständnis westlicher Prägung und zeigt Möglichkeiten und Schwierigkeiten auf bei der Integration von Meditationsübungen im Führungsalltag.

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Bedeutung von Meditation bei der Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit

 Für die wachsenden Belastungen am Arbeitsplatz und die endemische Entgrenzung zwischen Arbeit und Muße zahlen wir einen hohen Preis. Burn-out, Depressivität und Suchterkrankungen sind immer häufiger die Folge. Auch physische Beschwerden wie Schmerzen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden weisen in steigendem Maß eine Stresskomponente auf. Meditation kann als ein Bestandteil der integrativmedizinischen Versorgung zur nachhaltigen Wiederherstellung der Regulationsfähigkeit und damit der Selbstheilungskräfte beitragen.

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Mit welchen Risiken ist Meditation verbunden und wie können diese minimiert werden?

Der Einführungsvortrag gibt einen Überblick über unerwünschte Nebenwirkungen von Meditation, die von Unruhe bis zu psychotischen Episoden reichen. Es wird auf Risikofaktoren eingegangen und auf Anforderungen, die sich für eine verantwortungsvolle Vermittlung von Meditation ergeben: Welche Teilnehmer sind gefährdet? Welche diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen benötigen Meditationslehrer?

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Erfahrungen und Einschätzungen aus kirchlicher Sicht

 Die Wahrnehmung der (unverfügbaren) Gegenwart Gottes erfordert Übung. Die christliche Tradition hat hierzu einen reichhaltigen Schatz verschiedener Wege entwickelt, die heute wiederentdeckt werden. Allerdings wird aus theologischer Sicht Kritik laut, wenn spirituelle Lehrer Abhängigkeiten erzeugen und diese ausnutzen. Risiken und Nebenwirkungen der Meditation werden an Beispielen beschrieben. Das Ziel, transparente Qualitätskriterien festzulegen, ist gemeinschaftlicher Anstrengung wert.

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Kritisches zur Lehrer-Schüler-Beziehung

 Spirituelle Übungen unterschiedlicher Tradition verlaufen oft innerhalb einer langjährigen Begleitung durch eine Lehrerin/einen Lehrer. Diese Art der Praxis beinhaltet eine Reihe von Vorteilen, aber auch Risiken, die bislang kaum konstruktiv angesprochen, geschweige denn angegangen worden sind. Ein zeitgenössischer Umgang mit Spiritualität setzt eine adäquate Auseinandersetzung mit dieser Art der Vermittlung voraus, um Missverständnissen und vor allem Missständen vorzubeugen..

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Kritisches zur Lehrer-Schüler-Beziehung

Prof. Dr. Stefan Schmidt
Dr. Reto Diezi
Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos
Fred von Allmen
Weitere…

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Die DOWNLOAD-Video-Pakete im Überblick:

Komplettpaket 2012

12 Vorträge im Download
59
00
Einmalig
  • Prof. Dr. Gerald Hüther
  • Ernst Fritz-Schubert
  • Richard J. Davidson, PhD.
  • Prof. Dr. Stefan Schmidt
  • Dr. Ulrich Ott
  • Vera Kaltwasser
  • und 10 weitere...

Komplettpaket 2014

15 Vorträge im Download
69
00
Einmalig
  • Prof. Dr. med. Tobias Esch
  • Chris Tamdjidi
  • PD Dr. Marc Wittman
  • Prof. Dr. Mathias Binswanger
  • Sandra Willeboordse
  • Holger Cramer
  • und 11 weitere...

Komplettpaket 2016

9 Vorträge im Download
69
00
Einmalig
  • Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn
  • Dr. Britta Hölzel
  • Prof. Dr. Thilo Hinterberger
  • Peter Terium, CEO innogy S.E.
  • Paul Grossman
  • Anna Gamma
  • und 11 weitere...

Komplettpaket 2018

17 Vorträge im Download
108
00
Einmalig
  • Dr. phil Nicole Brauckmann
  • Prof. Dr. rer. nat. John-Dylan Haynes
  • Dr. Roland Kipke
  • Dr. phil. nat. Ulrich Ott
  • Ariadne von Schirach
  • Prof. Dr. med. Jost Langhorst
  • und viele weitere!
Ab Dezember

Einige der Referenten

Kongress Meditation und Wissenschaft 2012, Berlin   Identity Foundation  http://www.identityfoundation.de und Oberberg Stiftung, http://www.oberberg-stiftung.de
Dr. Alexander Poraj
Dr-Michael-Utsch
Dr. Michael Utsch
Dr. Ulrich Ott
Prof. Dr. Stefan Schmidt
Prof. Dr. phil. Eugen H. Buß
Gerald-Huether
Prof. Dr. Gerald Hüther
Prof-Dr-Hans-Foerstl
Prof. Dr. Hans Förstl
Prof. Dr. Wolfgang Achtner
Fred von Allmen
Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos
Dr. phil. Nils Altner
Ernst Fritz-Schubert
Dr. med. Edda Gottschaldt
Dr. Ulrich Freiesleben

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